"Nichts ist ewig, weder in der Natur noch im Menschenleben, ewig ist nur der Wechsel, die Veränderung." (August Bebel)
Mit Jahresbeginn 2016 ging die Leitung der Landesgruppe Salzburg von dem langjährigen Vorsitzenden Franz Wallmann (FSG) auf Karl Egyed (FSG) über. Dieser wurde am 16.12.2015 vom Landesgruppenvorstand ohne Gegenstimme gewählt. Franz Wallmann wird dem Gremium als Kassierstellvertreter weiterhin angehören.
Karl Egyed, Jahrgang 1964, bringt alle nötigen Voraussetzungen mit, um die Interessen der Salzburger GPF-Mitglieder gut zu vertreten, wie das mit ihm geführte Interview bestätigt.
Frage: Karl, du hast Tischler gelernt, bist dann zum Bundesheer gewechselt und hast so sieben Jahre lang den Schutz der Österreicherinnen und Österreicher zu deinem Beruf gemacht. Was waren deine wichtigsten Erfahrungen?
Karl Egyed: Die Verantwortung und die Schwierigkeiten, die in der Kommunikation mit Menschen quer durch unterschiedliche Hierarchieebenen auftreten können, haben mich sicher geprägt. Mein Auslandseinsatz am Golan tat ein übriges, um zu lernen, wie man mit Ausnahmesituationen fertig wird.
Frage: Deine postalische Laufbahn begann 1990. Was hast du gemacht?
Karl Egyed: Ich verbrachte vier Jahre am Gesamtschalter und wechselte dann in den Zustelldienst. Die Erfahrungen, die ich dabei machte, bewogen mich, mich im Rahmen der Personalvertretung aktiv für die Kolleginnen und Kollegen einzusetzen. So war ich rund zehn Jahre VPA-Vorsitzender im Bezirk Flachgau/Tennengau. Das nötige Wissen holte ich mir bei den drei gewerkschaftlichen Grundausbildungslehrgängen. Seit fünf Jahren gehöre ich dem Personalausschuss an, wo ich auch PA-Vorsitzenden Franz Wallmann vertreten habe.
Frage: Du hast deine Ausbildung durch die Gewerkschaft erwähnt. Warum braucht ein Betriebsrat die Gewerkschaft?
Karl Egyed: Gewerkschaft und Betriebsrat sind zwar getrennte Körperschaften mit unterschiedlicher Aufgabenstellung. Aber wirklich stark sind sie nur gemeinsam. Nur so kann unser Kampf um eine bessere Arbeitswelt, um eine gerechtere Verteilung des Wohlstands und um Chancengleichheit wirklich Erfolgt haben. Deshalb habe ich auch die zwei Jahre dauernde Gewerkschaftsschule absolviert. Seit 2014 bin ich Fraktionsvorsitzender der FSG. Ich sehe es jedoch als meine Aufgabe an, mich als Vorsitzender der Landesgruppe unserer Gewerkschaft für alle Kolleginnen und Kollegen, der Österreichischen Post AG, der A1 Telekom und des Postautodienstes einzusetzen - unabhängig von ihrer Fraktionszugehörigkeit.
Frage: Du hast in deiner neuen Funktion ein breites Spektrum an Aufgaben zu erfüllen. Gibt es etwas, das dir ganz besonders am Herzen liegt?
Karl Egyed: Ja, das gibt es tatsächlich. Mein vorrangiges Anliegen sind natürlich gute und sichere Arbeitsplätze für alle. Doch darüber hinaus werde ich mit aller Kraft dafür kämpfen, dass die Jugend eine Zukunftsperspektive erhält. Arbeit muss so bezahlt werden, dass das Leben und Wohnen auch für junge Menschen wieder leistbar wird!
Danke und viel Erfolg bei deiner für uns alle so wichtigen Aufgabe.
Die Kommunikationsgewerkschaft (Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten) bietet eine Fülle an Leistungen und Vorteilen.
Die Vorteile für GPF-Mitglieder im Überblick:
Rechtsschutz
Als ÖGB-Mitglied haben Sie kostenlosen Anspruch auf Rechtsschutz und Rechtsberatung in arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Bereichen.
Pro Jahr wendet die GPF mehr als 100.000 Euro für Rechtsschutz auf.
Kollektivverträge / Gehaltsverhandlungen
Der Kollektivvertrag sichert Ihre Rechte als ArbeitnehmerIn. Es gibt keine gesetzlichen oder automatischen Gehalts- oder Lohnerhöhungen, diese werden von Ihrer Gewerkschaft immer wieder neu für Sie ausverhandelt.
Das ÖGB-Sicherheitspaket
ÖGB-Berufsschutz
Berufsschutzversicherung bis zu 15.000 Euro und Berufshaftpflichtversicherung bis zu 75.000 Euro für Personen- oder Sachschäden.
ÖGB-Solidaritätsversicherung
Schutz bei Invalidität oder Todesfällen durch Unfälle in der Freizeit, Spitaltagegeld, Begräbniskostenbeitrags-Versicherung und vieles mehr.
Sozialfonds-Unterstützungen bei Einkommenskürzungen durch Krankheit. Allein im vergangenen Jahr wurden für GPF-Mitglieder mehr als 12.000 Euro aufgewendet.
Bildung und Weiterbildung
Bildung ist dem ÖGB und den Gewerkschaften ein besonders großen Anliegen, In den letzten vier Jahren hat die GPF Zuschüsse zu Kurskosten in der Höhe von mehr als 140.000 Euro gewährt. Für Studienunterstützung von Mitgliedern wurden über 12.000 Euro ausgezahlt.
Sparbuch-Sonderkonditionen
bei der BAWAG/PSK für alle MitarbeiterInnen (auch PensionistInnen) bei aufrechter GPF-Mitgliedschaft.
Tickets & Card
Riesenauswahl der ÖGB-Kartenstelle mit bis zu 25 Prozent Ermäßigung in ganz Österreich. Es werden unter anderem tausende Karten für Theater, Konzerte, etc. vermittelt.
Spezielle Angebote
mit der ÖGB/GPF-Card. Besondere Angebote und attraktive Ermäßigungen finden Sie im Internet unter www.gpf.at oder in unserer Mitgliederzeitschrift "gpf compact".
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Fulminanter FSG-Wahlsieg bei den Arbeiterkammerwahlen in Salzburg. Wir gratulieren! FSG: 70,74%, Freiheitliche AN: 11,22%, FCG: 10,54%, Grüne: 6,65%
Wien (APA) - Die Sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) haben bei der Salzburger AK-Wahl ihre Vormachtstellung weiter ausgebaut. Nach dem vorläufigen Endergebnis erreicht die FSG 70,74 Prozent der Stimmen. 2009 waren es 67,92 Prozent gewesen. Zweiter Wahlsieger sind die Freiheitlichen Arbeitnehmer, die auf 11,22 Prozent kommen und ÖAAB-FCG überholen.
Erstmals in der Geschichte erreiche die FSG in Salzburg über 70 Prozent, sagte AK-Direktor Gerhard Schmidt am Freitagnachmittag bei der Präsentation des vorläufigen Ergebnisses. Die VP-Gewerkschafter mussten eine herbe Niederlage einstecken: Sie verloren rund fünf Prozentpunkte und kommen nur mehr auf 10,54 Prozent. Die grünen Gewerkschafter konnten um rund einen Prozentpunkt auf 6,65 Punkt zulegen, ihr Mandatsstand bleibt mit vier Sitzen im Arbeitnehmerparlament unverändert. Die sozialdemokratischen Gewerkschafter kommen auf 51 Mandate (bisher 49), die Freiheitlichen auf acht (plus drei) und der ÖAAB auf sieben (minus vier) Sitze. Der Gewerkschaftliche Linksblock konnte leicht zulegen und erreicht 1,37 Prozent der Stimmen.
Der Auszählungsgrad lag Freitag am Abend bei 75 Prozent. Noch offen sind die Wahlkarten, die noch am 7. Februar abgeschickt wurden. Das Endergebnis der Salzburger AK-Wahl wird auf Dienstag erwartet. Die Wahlbeteiligung lag am Freitag bei etwa 36 Prozent und damit nur leicht unter jener von 2009.
"Ich bin sprachlos", erklärte AK-Präsident Siegfried Pichler (FSG). Man habe das gute Ergebnis von 2009 halten wollen. Dass man noch stärker geworden sei, wäre ein "Traum". Man werde mit Demut und Respekt mit diesem hohen Vertrauen umgehen. Arbeit gebe es genug, verwies Pichler auf die Rekordarbeitslosigkeit, die Wirtschafts- und Einkommensentwicklung. Die FSG werde die konsequente Interessenvertretung weiter fortsetzen. Zum schlechten Abschneiden des ÖAAB, dessen Spitzenkandidat Bernhard Befurt zur Präsentation des vorläufigen Ergebnisses nicht erschienen war, meinte Pichler: "Die Politik, die die ÖVP macht, hat ihn sicher nicht unterstützt. Die Arbeitnehmer wissen, dass sie in der ÖVP nicht gut aufgehoben sind."
Bernhard Trattnig, Spitzenkandidat der Freiheitlichen Arbeitnehmer, zeigte sich über den Zugewinn erfreut: "Wir haben uns ein Mandat mehr erhofft, jetzt sind es drei geworden." Robert Müllner, Spitzenkandidat der grünen Gewerkschafter AUGE, ist zufrieden mit dem Zugewinn, für ein zusätzliches Mandat habe es aber leider nicht gereicht.
ÖGB-Foglar zur Regierungsklausur: Schlechterstellung von "Golden Handshakes" ist inakzeptabel.
Der ÖGB erwartet von der Regierung, dass sie bei ihrer heute, Dienstag startenden Klausur in Waidhofen/Ybbs Tempo aufnimmt, vor allem was die geplanten Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit angeht. Auch wünscht sich Präsident Erich Foglar, dass die geplante Arbeitsgruppe zur Steuerreform rasch zu arbeiten beginnt. Ein Nein des ÖGB gibt es bereits zur Abschaffung der "goldenen Handshakes".
Diese Maßnahme ist Teil des Steuerbelastungspakets, das die Regierung vergangene Woche in Begutachtung geschickt hat. Zustimmung des Gewerkschaftsbunds wird es dafür nicht geben, da die Regelung in "wesentlichen Punkten inakzeptabel" sei, wie Foglar betont. Wenn man etwa die Kündigungsentschädigungen steuerlich höher belaste, erwische es die Falschen. Jedenfalls ließen die Regierungspläne im Gewerkschaftsbund schon "die Alarm-Glocken" schrillen.
Am Wichtigsten für den ÖGB wäre, dass sich die Regierung umgehend mit der Rekordarbeitslosigkeit beschäftigt. Maßnahmen dagegen zu setzen habe "oberste Priorität". Foglar sieht hier etwa den Ausbau sozialer Dienstleistungen, eine Ankurbelung des Wohnbaus sowie eine Zweckbindung der Wohnbauförderung als Punkt an, die rasch umgesetzt werden müssen.
Ebenfalls auf den Weg gebracht werden müsste das im Pensionsbereich geplante Bonus/Malus-System für Betriebe, die besonders viele oder wenige ältere Beschäftigte haben. Um der steigenden Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken, plädiert der ÖGB-Chef dafür, die Ausbildungsverpflichtung für alle unter 18-jährigen zu forcieren.
Maßnahmen zur Entlastung des Arbeitsmarkts zu setzen, sollte aus Sicht Foglars schon mit Blick auf den Budget-Druck auf der Hand liegen. Denn weniger Arbeitslose bedeutet nicht nur weniger menschliches Leid, sondern bringe auch Entlastung für die Haushalte.
Nicht trödeln sollte die Regierung auch, was die Steuerreform angeht. Denn die Arbeit der von der Koalition geplanten Kommission werde lange genug dauern. Er habe zwar an sich ein gewisses Grad an Verständnis, dass man aus budgetären Gründen mit einer Entlastung noch zuwarte. Wenn man aber schon auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung hoffe, dann solle man die Zeit nützen, dass man dann wisse, was zu tun sei. Für den ÖGB habe jedenfalls die Devise "mehr Netto vom Brutto" weiter Gültigkeit.
Vom neuen Beitrag in der Sozialversicherung, über das Kinderbetreuungsgeld bis hin zu den Pflegestufen findet ihr alles auf einen Blick:
Wichtige Daten 2014 (bitte hier klicken)